So kaufst du eine gute Bandsäge

Als Kind habe ich immer Opas Bandsäge in der Werkstatt bewundert. So laut, dass man sich die Ohren zuhalten musste, aber trotzdem faszinierend wie er nach und nach Bretter für das Puppenhaus meiner kleinen Schwester zuschnitt. Heute bin ich an der Reihe, mit der Bandsäge zu arbeiten und eine eigene Bandsäge kaufen zu können. Früher sah der Umgang mit der Maschine noch so furchteinflößend aus, jetzt begegne ich dem Ganzen mit ein wenig mehr Know- How, welches dir im folgenden Artikel bei dem Kauf deiner Bandsäge unterstützend dienen soll.

Was gibt es für unterschiedliche Typen?

DBandsaegerei Typen von Sägen dominieren momentan den Markt. Dies sind die Kreissäge, die Bandsäge und die Dekupiersäge.

Die Kreissäge besitzt ein sehr dickes, robustes Sägeblatt. Dieses arbeitet sich ohne Probleme durch dickes Holz und Metall. Holz aller Art, wie zum Beispiel Bretter, Laminat oder Brennholz kann dank der hohen Sägegeschwindigkeit und dem großen Werktisch einfach und präzise zerschnitten werden. Solide Anschläge und Winkel garantieren gerade Schnitte und genaue Kanten beim Schneiden.

Die Bandsäge, die bereits in der Einleitung erwähnt wurde, zeichnet sich durch dünne Sägeblätter aus. Diese formen filigrane Ecken und exakte Rundschnitte. Desweiteren zeichnen sich Bandsägen durch eine hohe Schnitthöhe aus, damit können auch größere Werkstücke zerteilt werden. Das zu einem Kreis zusammenhängende Sägeblatt ermöglicht unterbrechungsfreie Schnitte.

Die Dekupiersäge eignet sich im Gegensatz zu den zwei bereits vorgestellten Modellen für Weich- und Hartholz im Deko- und Modellbau. Sie besitzt ein dünnes Sägeblatt, welches zu flexiblen Schnitten verhilft. Mit so genannten Rundsägeblättern sind sogar genaue Kurven mit einem geringen Radius und das Schneiden von Innenschnitten möglich. Einen gravierenden Nachteil hat das Gerät dennoch, da die Sägeblätter sehr dünn sind und schnell reißen. Deshalb ist ein vorsichtiger Umgang von Nöten.

Wozu braucht man Bandsägen?

Mit Bandsägen kann vor allem Hart-, Weich- sowie Massivholz geschnitten werden. Die meisten dieser Maschinen schneiden auch Textilien oder Leder butterweich in zwei Hälften.
Besondere Bandsägen, die mehr Power haben, können auch zum Trennen von Metall, Aluminium und Stahl genutzt werden. Bevor du eine Bandsäge kaufen möchtest, sollte dir daher bewusst sein, für welche Projekte du diese benötigst.

Was soll man beim Kauf einer Bandsäge beachten?

HandbandsaegeEin Kriterium, welches bei einem potentiellen Kauf nicht außer Acht gelassen werden darf, ist die Sägegeschwindigkeit und Bandführung. Für einen sauberen Schnitt ist es oft von Vorteil, dass sich die Bandführung und die Umlenkrollen individuell einstellen lassen. Durch einen mehrstufigen Schalter, der eher an Maschinen höherer Preisklasse zu finden ist, kann die Sägegeschwindigkeit stufenweise eingestellt werden. Dadurch ist ein akkurater Schnitt möglich und gleichzeitig werden auch die Sägeblätter geschont und halten so länger. Für ein gutes Endergebnis sprechen ebenso eine reibungslose Führung des Werkstückes wie ein komfortables und schnelles Wechseln der Sägeblätter.

Der Kauf einer stationären oder Handbandsäge hängt erneut von deinem Projekt ab. 80 Prozent aller Sägen sind stationär. Sie haben einen entscheidenden Vorteil, und zwar das hohe Gewicht. Daraus resultierend verursachen sie nicht allzu viel Lärm, da die Vibrationen auf ein Minimum gehalten werden. Generell spielen Gewicht und Vibration auch eine wichtige Rolle. Einen Grundsatz kannst du dir merken: Je schwer die Bandsäge, desto solider ist sie und somit werden mehr Vibrationen unterbunden. Handbandsägen sind oftmals sehr flexibel, weshalb das Sägen an ungünstigen Stellen oder in schwierigen Positionen erleichtert wird.

Die Schnitthöhe wird durch die Höhe des Sägeblattes bestimmt. Bei durchschnittlichen Maschinen beträgt dies circa 70- 80 mm. Spezielle und damit teurere Sägen besitzen eine Schnitthöhe von 1200 mm. Generell gilt je größer der Arbeitstisch ist, desto größer ist auch die Auflagefläche für das Werkstück. So kann ruhiger geführt und gearbeitet werden.

Was macht eine gute Bandsäge aus?

alte-BandsaegeFür Einsteiger stehen Qualitäten wie eine einfache Bedienung mit einer simplen Montage sowie ein geringer Preis im Vordergrund. Wichtig ist ebenso eine gute Schnittleistung und eine durchschnittliche Power von circa 350 Watt. Eine intuitive Bedienung ist für Laien wichtig, damit das Ausprobieren leicht fällt. Atika BS 205 Bandsäge ist hier zu empfehlen. Sie überzeugt mit einem geringen Preis und hat eine gute Leistung und Schnitthöhe für die ersten Werkstücke.

Fortgeschrittene Handwerker stellen sich vielfältigen Projekten, die unterschiedliche Holzstärken beinhalten. Flexibilität und eine gute Leistung stehen im Fokus. Bei einer Schnitthöhe von 120 mm und 240 mm Durchgangsbreite spricht man schon von Maßen, die auch bei professionellen Maschinen zu finden ist. Diese Werte ermöglichen ein ruhiges Laufen des Sägebandes und eine gute Verarbeitung des Werkstücks. Die
Bandgeschwindigkeit kann durch Schalter angepasst werden, um eine bessere Kontrolle des Sägebandes zu gewährleisten. Dadurch wird die Bandsäge geschont und die Lebensdauer verlängert sich.

Profis greifen zu Bandsägen mit einer hohen Leistung und natürlich hoher Robustheit. Vielen ist wichtig ist, dass die Maschine flexibel eingesetzt werden kann, was für eine Handbandsäge spricht. Besonders Marken-Bandsägen von favorisierten Herstellern werden bevorzugt. Der Schnitt erfolgt zumeist butterweich durch verschiedenste Holzarten und Holzgrößen. Dabei unterstützen die einstellbaren Führungsrollen, ein großer Arbeitstisch und 1500 Watt den Antrieb der Maschine. Durch die geringe Vibration der Bandsäge wird ein sauberer Schnitt gewährleistet.

Wie pflege ich meine Bandsäge richtig?

gute-BandsaegeDamit der Rissbildung vorgebeugt wird, sollte die Säge nach der Nutzung entspannt werden. Von dem sogenannten Würgen in engen Kurven wird an dieser Stelle abgeraten. Deshalb solltest du eher nach einem schmalen Band greifen, denn dickere Bänder neigen eher zur Rissbildung. Wenn die Bänder kratzen, könnte dies an einem defekten Radlager liegen. Diese müssen dann ausgetauscht werden. Womöglich hat sich auch etwas Schmutz zwischen Rad und Band verfangen. Hier müssen dann die Ränder gereinigt und regelmäßig gepflegt werden. Wichtig ist ebenso ein professionelles Schleifen des Bandes, denn sonst wird es stumpf und es entstehen im Zahngrund so genannte Haarrisse. Das kann sogar gefährlich werden. Deshalb wird es höchste Zeit, das Band zu schärfen. Nachgeschärft werden können nur normale Standardbänder sowie zahnspitzengehärtete Bänder einer Bandsäge.

Eine manuelle Schärfung ist nicht weiter schwierig, frisst jedoch Zeit. Hier ist eine kurze Anleitung, die dir zur Seite stehen soll:

Öffne zunächst die Bandsäge und löse die Umlenkrollen. Entferne nun mit Vorsicht das Bandsägeblatt, bevor du es längs in einen Schraubstock einspannst. Mit einem feinen Dreieckschleifer kannst du nun zwischen den Zähnen mit kurzen Bewegungen schleifen. Der Zahngrund muss gut ausgeschliffen werden und die Zahnspitzen ausgiebig bearbeitet werden, damit sie hervorstechen.

Die Qualität des Bandes entscheidet, wie häufig du das Band schärfen musst. Ein hochqualitatives Band mit einer regelmäßigen Teilung lebt deutlich länger und kann öfter geschärft werden.

Was gibt es für Zubehör für eine Bandsäge?

Es gibt verschiedene Ausführung des Bandmessers. Die Schneide kann gerade, konvex oder auch konkav sein. Zahnungen, wie Dachzahnungen sind sehr populär. Die Wahl des Bandmessers hängt von dem Projekt ab, welches du gewählt hast.

Spezielle Bandsägeblätter können zum anderen hochflexibel, für Holz/Fisch und Fleisch geeignet sein, bei der Herstellung veredelt worden sein oder aus einem oder mehreren Metallen bestehen.

Desweiteren werden unterschiedliche Führungen für die Bandsäge angeboten, die entweder oben oder unten angebracht werden. Hier kann zwischen Fahreinrichtungen ohne und mit Hebedeichsel gewählt werden.