Schleifpapier Test: Die besten Schleifpapiere im Vergleich

Du willst ein Schleifpapier kaufen? Ein wenig Grundlagenwissen dazu ist wichtig. Schleifpapier ist ein allgemein angewandtes Schleifmittel, das es in verschiedenen Körnungen zu erwerben gibt. Es wird gelegentlich Sandpapier oder auch Schmirgelpapier genannt. Dieses Schleifmittel ist eines der Hilfsmittel zur Oberflächenbearbeitung. Hier erfährst du, welche Schleifpapiere es gibt und wie diese klassifiziert sind und dazu noch vieles mehr.

Einsatz und Verwendungsmöglichkeiten

Schleifpapier wird dazu verwendet, raue Oberflächen, die in der Regel aus Holz sind, zu glätten oder um Kanten damit zu bearbeiten. Sandpapier ist selbst für einen größeren Abtrag von Material geeignet. Des weiteren verwendet man Schleifpapier nicht nur für Holz, sondern auch zur Entfernung von Lack, und zum schleifen von Metall oder Naturstein. Schleifleinen verwendet man wie Schleifpapier, allerdings ist hier das Trägermaterial Gewebe. Schleifleinen können vielfach stärker mechanisch belastet werden, somit erreichen sie eine deutlich höhere Lebensdauer. Es macht maschinelles Schleifen, beispielsweise mit einem Bandschleifer erst möglich. Kreisförmige Schleifleinen benutzt man in Handschleifmaschinen. Die Form des kreisrunden Schleifpapiers ist vor allem zum Schleifen von Naturstein, Lacken und Metallen gut geeignet. Durch den Schliff erhalten Oberflächen ihre endgültige Form und eine maximale Feinheit. Es gibt mehrere Schleifpapier Arten, doch wo liegt der Unterschied und wofür werden diese Varianten konkret eingesetzt? Wir klären Sie hier darüber auf.

Die Körnung beim Sandpapier

Sandpapierpapier oder Schleifgewebe gibt es in verschiedenen Körnungen. Die Zahl der Körnung wird zumeist auf der Rückseite der Papiere angegeben. Sie orientiert sich an dem „Mesh“ als Maßeinheit, das ist die Anzahl der Maschen von einem Sieb auf einem Zoll (25,4 mm). Je größer die Mesh-Zahl, um so feiner ist die Körnung. Überschlagen gilt bei der Korngröße folgendes anzumerken: Korngröße gemessen in 25,4 mm/ Körnung.

Die Körnungsangabe findet nach CAMI Korngröße in µm Verwendung:

Grob – Körnung 6 bis 30 – Körnungsgröße 600 – dient der Entfernung von Farb- und Leimschichten.

Mittel – Körnung 36 bis 80 – Körnungsgröße 538 bis 201 – dient zum groben Vorschleifen von rohen Holzflächen

Fein – Körnung 100 bis 180 – Körnungsgröße 162 bis 82 – dient zum Feinschleifen von rohen Holzflächen.

Sehr fein  Körnung 220 bis 1000 Körnungsgröße 68 bis 18 wird beim Nachschleifen von gewässerten, grundierten und lackierten Flächen.

Die verwendete Korngröße und die Tätigkeit für die das Objekt benutzt wird, sind abhängig von der Verwendung des Schleifpapiers (beispielsweise als Werkstoff, mit einer Maschine, als Ausgangsoberfläche oder für eine angestrebte Oberfläche) und von den Gewohnheiten des Anwenders. Es gibt bei der Anwendung deutliche regionale Unterschiede, was die Bearbeitungsschritte betrifft.

Die Körnung ist definiert in Normen, die von der FEPA (Fédération Européenne des Fabricants de Produits Abrasifs) herausgegeben wurden und ist auch in der DIN ISO 6344 festgelegt.

Der Unterschied zum Schleifleinen

Schleifleinen verwendet man wie Schmirgelpapier, allerdings ist hier das Trägermaterial aus einem Gewebe, früher wurde Leinen verwendet. Beim Schmirgelpapier ist das Trägermaterial, wie es der Name bereits aussagt, ein Papier. Schleifleinen können viel stärker mechanisch belastet werden und erreichen somit eine weit höhere Lebensdauer. Damit ist auch das maschinelle Schleifen möglich, beispielsweise mit dem Bandschleifer.

Die Vorteile des Schleifpapiers

Wenn du dir Sandpapier kaufen möchtest, kannst du dir sicher sein, dass damit so gut wie jedes Material veredelt werden kann. Besonders wenn Holz Schleifpapier bekommen soll, ist ein Schleifpapier bzw. ein Schwingschleifer unerlässlich. Zumeist muss so ein Werkstück beinahe nicht von Hand nachgearbeitet werden. Es können lediglich noch kleine Kanten oder Ecken vorhanden sein, die per Hand einer kleineren Nachbesserung bedürfen.

Schwingschleifer gibt es in unterschiedlichen Größen und Gewichten und die passenden Papiere dafür. Bei der Auswahl der Werkzeuge sollte als Hauptkriterium, die Arbeit sein, die damit ausgeführt werden soll. Für Werkstücke, die lackiert werden sollen, ist es besser, wenn der letzte Schliff so perfekt wie möglich und sehr fein ausgeführt ist. Schleifspuren bleiben bei den glatten Oberflächen von Farblacken und auch von Klarlacken deutlich erkennbar, wenn das Auge des Betrachters geübt ist, erkennt er den Unterschied. Perfektionisten akzeptieren keine fehlerhaften Arbeiten. Deshalb ist die Wahl der richtigen Körnung unerlässlich.

Auch bei Autolackierern sind Schwingschleifer mit Schleifpapier ein wichtiges Arbeitsgerät. Autolackierer benutzen auch Schleifpapier mit unterschiedlicher Körnung. Mit sehr feinem Schleifpapier bereiten sie den Untergrund zum Lackieren vor. Zusammenfassend kann man also die Vorteile der wie folgt beschreiben: Schleifpapier ist ein preiswertes und leicht zu handhabendes Arbeitsmittel. Es eignet sich hervorragend für die Bearbeitung von harten Werkstoffen. Beim Schleifpapier ist eine besonders hohe Maß- und Formgenauigkeit einhaltbar. Bearbeitete Werkstoffe, zeichnen sich zudem durch eine geringe Welligkeit und wenig Rauheit aus.

Welche Schleifverfahren gibt es?

Mit Schleifpapier können eine große Anzahl von Schleifverfahren per Hand ausgeführt werden.

  1. Nach der Vorschubrichtung ist das durchführbare Schleifverfahren mit einem Schleifpapier das Längs- und Querschleifen.
  2. Nach der Wirkung eines Schleifkörpers ist das durchführbare Schleifverfahren mit Schleifpapier das Umfangs- und Stirnschleifen.
  3. Nach der gewünschten Fläche ist das durchführbare Schleifverfahren mit Schleifpapier das Innen- und Außenschleifen, Form- und Profilschleifenschleifen, Rund- und Planschleifen
  4. Nach der Schleifgeschwindigkeit ist die ausführbare Schleifmethode das manuelle Schleifen.
  5. Nach seiner Zustellung ist die ausführbare Schleifmethode mit Hilfe von Schleifpapier das Pendelschleifen.
  6. Nach seiner Rauheit sind die durchführbaren Schleifmethoden mit Schleifpapier das Schrupp-, Schlicht- und Feinschleifen
  7. Nach der Fixierung eines Werkstücks im Schraubstock, unterscheidet man die beiden Schleifverfahren in Spitzen oder spitzenlos.

Welches Schleifverfahren ist wofür geeignet?

  1. Bandschleifen dient der effektiven Oberflächenbearbeitung vieler Materialien. Aktuelle Verfahrensfortschritte erzielt man mit den neuartigen präzisionsgeformeten Keramik-Schleifkörpern, die die Abtragsleistung und auch die Langlebigkeit des Schleifmittels weiter verbesserten.
  2. Handschleifen – Trotz dem Maschineneinsatz bei der Bearbeitung von Oberflächen wird in einigen Fällen immer noch das bewährte Handschleifen angewendet, beispielsweise an schwer zugänglichen Stellen, komplexen Geometrien oder bestimmtem Konturen. Neben dem bewährten Schleifpapier werden heute hoch technisierte Schleifmittel auf Schaumstoff-Basis oder auch Vlies-Produkte verwendet, um eine homogene Oberfläche oder das gewünschte gleichmäßige Finish erzielen zu können. Per Hand kann man vor allem Holz sehr effektiv bearbeiten und es für das Auftragen von Farbe oder Lack vorbereiten.
  3. Das Honen der Zylinder in einem Kurbelgehäuse ( Motorblock ) ist einer der entscheidenden Prozesse bei der Restauration eines Motors. Ist das Honen richtig angewandt, kann es mit entscheiden über die Leistung, Laufruhe sowie Lebensdauer der Maschine.
  4. Das Läppen ist eine der schonendsten Bearbeitungsformen unter den Schleifverfahren. Gleichzeitig kann man damit kleine Rautiefen erreichen. Möglich ist es durch hoch entwickelte Läppmittel, z.B. auf Borcarbid Basis. Diese weisen diamantähnliche Eigenschaften auf.
  5. Das Planschleifen ist in der Industrie an Planseiten der Werkstücke ziemlich verbreitet, z.B. bei Zylinderköpfen, bei denen absolute Ebenheit wichtig ist. Beim Planschleifen gibt es ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten und Verfahren. Bei sehr festen, spröden Werkstoffen wie Keramik oder Werkzeugstahl kommen Schleifmittel wie etwa Scheiben aus kubischem Bornitrid (CBN) oder Diamant zum Einsatz.
  6. Rundschleifen wird dort angewendet, wo die Werkstückbearbeitung mit der Drehmaschine nur schwer oder gar nicht möglich ist. Zum Beispiel bei schwer zerspanbaren Werkstoffen (wie Hartmetall), bei hohen Anforderungen an Oberflächen, Genauigkeit, Drallfreiheit, Maßhaltigkeit sowie bei besonders komplexen Objekten.
  7. Schruppschleifen setzt man zur Erzielung von großen Spanvolumina bei Metall und Stein ein. Wichtig ist hierbei, für den Werkstoff die richtige Scheibe mit dem adäquaten Schleifkorn zu wählen. Beispielsweise Hochleistungskeramikkörner verlängern die Standzeit drastisch und verringern die Bearbeitungszeit.
  8. Trennschleifen, wie es der Name vermuten lässt, ist ein bewährtes Verfahren, um Metall und Stein zu trennen und gleichzeitig glatte, saubere Kanten zu erzielen. Hierfür sorgen heutzutage scharfe Präzisions-Keramikschleifkörner auf modernen HighTech-Trennscheiben. Mit einer Gewebeeinlagen-Verstärkung des Schleifpapiers und einer halb-elastischen Kunstharzbindung halten diese auch hohe Belastungen aus.
  9.  Das Zahnflankenschleifen – Zahnräder besitzen verschiedenste Zahnflankengeometrien, viele der Geometrien sind zum Industriestandard geworden; andere wenige Arbeiten davon sind nicht so verbreitet, andere sind patentgeschützt und sind in der Hand von wenigen Herstellern geblieben.

Sicherheitshinweise zum Schleifen

Sicherheitsinformationen betreffend den Transport, die Lagerung, Anwendung und Entsorgung der Schleifwerkzeugen sowie zur Verwendung auf verschiedenen ortsveränderlichen Maschinen enthalten die FEPA-Sicherheitshinweise. Für alle Schleifmaschinen lesen Sie immer die „FEPA-Sicherheitshinweise“. Des Weiteren ist es klar: eine Schutzbrille, Mundschutz– und Nasenschutz gegen Staub und Arbeitshandschuhe, sowie geeignete Kleidung sollten Pflicht sein. Bei längeren Arbeiten sollte wegen der Geräuschbelastung unbedingt ein Gehörschutz angezogen werden. Die Schutzhaube eines Gerätes darf nie abgenommen werden, sonst besteht erhöhte Verletzungsgefahr.

Schleifmaschinen und Anwendungsbereiche

  • Handgehaltene Schleifmaschinen sind: Winkelschleifer, Gradschleifer, Vertikalschleifer, Schwing- und Exzenterschleifer sowie Bandschleifer. Diese Schleifmaschinen werden zum Trennschleifen und Schruppschleifen, Polieren, Entgraten oder Schmirgeln auch privat eingesetzt.
  • Ortsveränderliche Schleifmaschinen sind: Bodenschleifer und die aufgehängte Pendelschleifmaschine.Parkettleger z.B. benötigen leistungsstarke und wirtschaftliche Bodenschleifer, die beste Schleifergebnisse garantieren. Pendelschleifmaschinen sind ideal für die bearbeitung von Oberflächen wie Aussparungen, Schlitzen, Fächern und klelnen Ecken.
  • Ortsfeste Schleifmaschinen sind: Schleifblock, Bandschleifer und Ständerschleifmaschinen. Diese Schleifmaschinen werden in Betrieben verwendet.

Für wen lohnen sich Schleifmaschinen?

Schleifmaschinen lohnen sich für Hobbyhandwerker, die mit Holz arbeiten und gerne Schnitzarbeiten machen, oder die öfter etwas schärfen müssen. Handwerker benötigen ebenfalls Schleifmaschinen, um ihre Werkzeuge zu schärfen und wie die Parkettleger, um Böden zu ebnen. In der Industrie werden Schleifmaschinen sehr vielfältig eingesetzt.

Fazit

Wer ein Schleifpapier kaufen möchte, muss einige wichtige Dinge beachten. Das Schleifpapier hat heute viele Körnungen und es gibt es in einer Reihe von Formen, speziell angepasst an die verschiedenen Schleifmaschinen. Auch Hobbyhandwerker können mit einer guten Handschleifmaschine anfallende Arbeiten erledigen, wie das Schärfen von Werkzeugen und Scheren. Wichtig ist es, bei Schleifarbeiten auf Sicherheit zu achten und sich entsprechend zu schützen. Wenn Sie Schleifarbeiten erledigen möchten, beachten Sie einfach unsere Tipps zu den Papieren und den Maschinen um das perfekte Ergebnis zu erzielen.

 

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