Fliesenbohrer Test: Die besten Werkzeuge im Vergleich

Fliesen bohren gehört zu den gefürchtetsten Aufgaben eines Handwerkers, denn hier kann ziemlich viel schiefgehen. Bei falscher Handhabung kann es schnell passieren, dass sich Risse oder Bruchstellen in den Fliesen bilden. Außerdem lässt sich eine Fliese gar nicht so einfach wechseln. Durch die falsche Handhabung und die daraus entstehenden Risse musst du die Fliese erneuern lassen und das ist ein aufwendiger Prozess. Überdies kann es sein, dass das nötige Fliesenmodell schon lange vom Markt genommen wurde. Damit dir solche Probleme erspart bleiben, empfehlen wir von Anfang an einen guten Fliesenbohrer zu verwenden. In diesem Artikel möchten wir dir einige Tipps geben, die du vor dem Kauf eines Fliesenbohrers beachten sollst.

Was kann mit einem Fliesenbohrer gemacht werden?

Der Fliesenbohrer ähnelt stark einem Glas- oder Keramikbohrer, weil sich bei beiden auf der Spitze eine Schneide aus Hartmetall befinden kann. Der Durchmesser der Schneide ist schmaler, als der Durchmesser des Schaftes. Es gibt keine wandelförmigen Nuten, die dafür sorgen, dass die Späne aus dem Bohrloch transportiert werden können.

Die Hauptaufgabe des Fliesenbohrers ist das Aufbohren von Fliesen und Keramikplatten. Da das Material sehr hart und zugleich auch ziemlich schnell springen kann, musst du darauf achten, dass du vorsichtig arbeitest und den Bohrer stabil an die Fliese anlegst. Doch wozu werden Löcher in die Fliesen gebohrt? Die Antwort ist einfach: Jeder hat im Bad fliesen und möchte z.B. einen Spiegelschrank aufhängen. Zum Aufhängen des Spiegelschranks müssen Löcher in die Fliesen gebohrt werden. Diese Löcher werden anschließend mit Dübeln gefüllt und später werden Halterungen mithilfe von Schrauben in die Löcher geschraubt. Auf diese Weise wird im Bad ein Spiegelschrank, auf die Fliesen befestigt.

Woraus besteht der Fliesenbohrer?

Ein Fliesenbohrer besteht aus Metall. Die Spitze des Bohrers wird in der Regel aus Titannitrid gefertigt und erhöht seine Härte. Möchtest du mit einem Fliesenbohrer eine bessere Kontrolle beim Anbohren erreichen, musst du darauf achten, dass der Fliesenbohrer fest an die Fliese gedrückt wird. Die spitzen Winkel des Bohrers sorgen für das präzise Anbohren. Bei einem normalen Metallbohrer wird mit dem gesamten Durchmesser angebohrt und das kann zu einem Kontrollverlust beim Anbohren führen. Der Fliesenbohrer bohrt sich langsam in die Fliese rein und je tiefer du bohrst, desto mehr wird das Loch geweitet. Dafür ist die schmalere Spitze verantwortlich, die im Verlauf des Bohrers am Durchmesser zunimmt. Der Fliesenbohrer ist auch deutlich kleiner im Durchmesser als ein Hartmetallbohrer und besitzt auch keine wendelförmige Nut.

Allerdings lassen sich die besten Ergebnisse mit einem galvanischen Fliesenbohrer mit Diamanten erzielen. Bei einem galvanischen Bohrer mit Diamanten handelt es sich um einen Hohlbohrer, der mit Diamanten bespickt ist. Eine Sache ist wichtig zu beachten, egal, für welchen Bohrer du dich entscheidest, du musst eine Schale mit Wasser bereithalten. In die Schale wirst du zwischendurch beim Bohren deinen Bohrer reinlegen müssen, weil ansonsten die Gefahr besteht, dass sich der Bohrer überhitzt. Wenn sich der Bohrer überhitzt ist es zu spät zum Abkühlen, denn in 99,9 Fällen wird der Bohrer abbrechen. Daher ist es sehr wichtig beim Bohren darauf zu achten, dass der Fliesenbohrer gekühlt wird.

Welchen Fliesenbohrer brauchst du für deine Arbeit?

Damit du den passenden Bohrer auswählen kannst, musst du die Ritzhärte der Fliese kennen. Diese bezeichnet den Widerstand, den eine Fliese durch die keramische Lasur leistet. Es wird von Stufe 1 bis 10 unterschieden. Die Stufe 8 ist bereits die härteste für die normale Haushaltsfliese. Normale Bohrer sind in der Lage, eine Fliese mit einer Ritzhärte der Stufe 3 zu bohren. Die wassergekühlten Diamantenbohrer eignen sich am besten für die härteste Stufe 8. Wenn du einen normalen Fliesen- oder Keramikbohrer verwendest, musst du darauf achten nur die Fliese zu durchbohren. Solltest du zufällig den Beton dahinter treffen, kann der Bohrer sehr schnell stumpf werden.

Welcher Hersteller produziert gute Fliesenbohrer?

Legst du hohen Wert darauf sehr harte Fliesenplatten zu bohren, musst du auf einen Diamantenbohrer setzen. In der Regel werden solche Bohrer zusammen mit der Bohrmaschine verkauft. Allerdings kommt es selten vor, dass die stärkste Ritzhärte gebohrt werden muss. Daher kommen für die meisten Heimwerker die normalen Fliesenbohrer infrage. Den normalen Bohrer kannst du ganz unproblematisch einzeln kaufen und dabei solltest du auf die Qualität des Produktes achten. Es gibt zwei bekannte und namenhafte Hersteller, die mit ihrem Namen, für Bohrer mit äußerst guter Qualität stehen: Bosch und Mannesmann.

Bei Mannesmann kannst du relativ günstig einen Bohrer kaufen. Der Hersteller bietet auch spezielle Sets mit Bohrern unterschiedlichster Durchmesser. In den Sets wird der größte Bohrer einen Durchmesser von 10 mm haben. Bei Bosch wirst du etwas teurer bedient werden. Dafür erhältst du eine ausgezeichnete Qualität. Bosch bietet ebenfalls kleine Sets mit unterschiedlich großen Bohrern an. Bei Bosch beträgt der Durchmesser des größten Fliesenbohrers ebenfalls 10 mm.

Wie kann ich einen Fliesenbohrer benutzen?

Keramik ist ein sehr spröder Werkstoff, der eine sehr glatte und glasierte Oberfläche aufweist. Um auf dieser Oberfläche sauber arbeiten zu können, ohne dass die Fliese springt, muss der Bohrer gleichzeitig sehr hart sein und äußerst schnell um seine Achse herum rotieren. Bei einer derartigen Arbeit kann sehr schnell Hitze entstehen. Die Hitze ist dafür ursächlich, dass der Bohrer ausglüht und sogar zerbricht. Damit der Bohrer nicht kaputtgeht, bleibt dem Handwerker nur eine Lösung übrig, und zwar selbst für die Kühlung zu sorgen.

Um eine perfekte Kühlung gewährleisten zu können, muss der Heimwerker den Bohrer permanent mit Kühlflüssigkeit versorgen. Auf diese Weise sorgt der Heimwerker dafür, dass die Hitze abgeleitet wird. Die Flüssigkeit wird von dem Heimwerker in das Bohrloch gespritzt und läuft an dem schnell rotierenden Bohrer entlang. Es ist sehr wichtig, dass auch im Bohrloch die Hitze abgeführt wird.

Die sogenannten Fixierungshilfen sind sowohl für den Heimwerker als für den Bohrer unerlässlich. Hierbei handelt es sich um Saugnäpfe. Die Saugnäpfe können für den stabilen Halt halt sorgen, besonders in der Anfangsphase des Bohrens, wenn der Bohrer an die Fliese angelegt wird.

Was macht den Fliesenbohrer besonders?

Der Fliesenbohrer unterscheidet sich gravierend von dem normalen Metall- oder Holzbohrer. Der erste Unterschied liegt in seiner Optik. Der Fliesenbohrer hat keine geschwungenen Nuten. Seine Oberfläche ist glatt und die Spitze ist sehr scharf und spitz. Das ist notwendig, um die harte Struktur einer Fliese anbohren zu können. Die Spitze verläuft breit und beim Bohren wird das Bohrloch geweitet. Würde der Fliesenbohrer über geschwungene Nuten verfügen, würde die Fliese beim Bohren platzen bzw. es würden sich Risse bilden.

Ferner besteht ein Fliesenbohrer aus Metall, aber nicht aus einem Hartmetall, wie das bei einem Metallbohrer der Fall ist. Fliesenbohrer sind sehr stabil und widerstandsfähig. Trotzdem musst du von Zeit zu Zeit den Bohrer nachschleifen, da durch das viele Bohren, die Spitze stumpf werden kann. Außerdem kannst du beim Bohren versehentlich ein anderes Material anbohren und das kann den Bohrer stumpf machen. Daher musst du wissen, wie du den Bohrer nachschleifen kannst.

Wie kann ich einen Fliesenbohrer nachschleifen?

Für den Heimwerker gibt es nichts Ärgerlicheres, als mit einem stumpfen Bohrer zu bohren. Besorg dir eine Querschneide und stell sie in einem Winkel von 55 Grad, zu den beiden Hauptschneiden auf. Schau dir den Bohrer jetzt im Seitenprofil an. Du musst erkennen, dass die Spitze zusammenläuft. Hier sollte der Bohrer einen Winkel von 118 Grad bilden. Des Weiteren musst du erkennen können, dass die Freifläche hinter den Hauptschneiden nach unten fällt.

Genau diese Einstellungen und Vorbereitungen sind das, was das Schleifen eines Bohrers so kompliziert macht. Du musst bei einer Drehbewegung am Schleifblock nicht nur der Freifläche folgen, sondern gleichzeitig die Fläche immer gerade an der Schleifscheibe stehen lassen. Gleichzeitig muss auch der Bogen geschliffen werden. Die Querschneide darf nicht versehentlich weggeschliffen werden und das erfordert zusätzliche Konzentration.

Natürlich ist das Schleifen eine reine Übungssache und wenn du des Öfteren geschliffen hast, wirst du ein Gefühl für diese Arbeit entwickeln. Nachdem du schon einige Bohrer geschliffen hast, wirst du merken, dass dein Schleifergebnis immer besser wird.

Die Vorbereitung:

Zuerst setzt du die Schutzbrille auf. Danach legst du die Hauptschneide an die Schleifscheibe vorsichtig an. Währenddessen solltest du den Bohrer zwischen dem Zeige- und Mittelfinger ansetzen. Nun kannst du langsam mit dem Schleifen beginnen. Dabei musst du den Bohrer mit der Spirale im Uhrzeigersinn drehen. Der Uhrzeigersinn verläuft immer in die Bohrrichtung! Versuch gleichzeitig den Bohrer nach oben zu ziehen. Nur so kannst du einen geraden Schliff erreichen, der eine geschwungene Freifläche aufweist.

Fazit

Ganz klar: Vor dem Kauf eines Keramikbohrers musst du einige Punkte beachten. Wichtig ist, dass du die Ritzhärte deiner Fliesen ermittelst. Ferner muss der Durchmesser beachtet werden, wenn du ein Loch brauchst, um etwas zu befestigen. Deswegen darf das Loch weder zu breit noch zu schmal sein. Ermittle den notwendigen Durchmesser für das Loch und entscheide dich anhand dieser Information für den Kauf eines Bohrers. Die Bohrer gibt es in Sets in unterschiedlichen Durchmessern zu kaufen. Der größte Durchmesser beträgt 10 mm. Oftmals kannst du den Bohrer auch einzeln kaufen. Es macht aber durchaus Sinn ein Set zu kaufen, falls du nicht genau weißt, wie groß dein zukünftiges Loch werden soll. Außerdem bist du für die Zukunft abgesichert, wenn du später mehrere Löcher bohren willst.

Letztendlich ist das eine preisliche Sache. Oft gibt es im Internet Angebote zu verschiedenen qualitativ hochwertigen Bohrern. Lass dir ein solches Angebot nicht entgehen und schnapp dir einen guten Bohrer oder ein Bohrerset von Bosch oder Mannesmann.

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